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Weltweiter Schlag gegen das organisierte Verbrechen | DW News

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Mit einer weltweit konzertierten Aktion in 16 Ländern ist Fahndern ein schwerer Schlag gegen das organisierte Verbrechen gelungen. Bei Razzien in über 700 Wohnungen wurden mehr als 800 Verdächtige festgenommen, wie die Polizeibehörde Europol in Den Haag bekanntgab. Über 48 Millionen Dollar an Bargeld und Kryptowährungen, aber auch Juwelen und Waffen seien den Beamten in die Hände gefallen, außerdem mehr als acht Tonnen Kokain.

In Deutschland durchsuchten Ermittler bereits am Montag 150 Objekte und nahmen mehr als 70 Verdächtige fest. Sie sollen schwerste Straftaten im Bereich der Organisierten Kriminalität begangen haben, wie das Bundeskriminalamt mitteilte. Nach Angaben der hessischen Justizministerin Eva Kühne-Hörmann ist darunter auch der gewerbsmäßige Handel mit Waffen.

Die weltweite Aktion ging auf Ermittlungen des FBI und australischer Ermittler zurück. Zu den beteiligten Ländern gehörten neben Deutschland, den USA und Australien auch Österreich, Schweden, Dänemark, Estland, Litauen, Norwegen, Schottland und Großbritannien. In Australien wurden nach Angaben der dortigen Behörden 224 Personen gefasst, in Neuseeland 35.

Die Beschuldigten stehen im Verdacht, unerlaubt mit Betäubungsmitteln und Waffen gehandelt und dabei Kryptohandys genutzt zu haben - präparierte Smartphones, auf denen eine App installiert war, mit der die Kommunikation vermeintlich abhörsicher gemacht werden konnte.

Die Geräte waren nach Europol-Angaben jedoch mit einem Netzwerk des FBI verbunden. Für die Polizei war der Datenverkehr dadurch einsehbar, und sie erhielt weitreichende Einblicke in das kriminelle Dunkelfeld. Über 18 Monate lang belauschten die Ermittler Telefongespräche und fingen mehr als 27 Millionen Nachrichten ab. Undercover-Beamte hatten zuvor Hunderte der manipulierten Telefone in zahlreiche Banden eingeschleust.

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#Kriminalität #Europol #FBI

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